Soest. (thb) Bei der Veränderung der
Soester Hauptschullandschaft haben Politik und
Stadtverwaltung ein behutsames Tempo eingeschlagen. Zunächst
bekommt die Pauli-Hauptschule die volle Unterstützung für
ihren Antrag beim Land, als Ganztagsschule gefördert zu
werden. Darauf hat sich der Schulausschuss gestern
einstimmig geeinigt. Erst wenn das Land für oder gegen die
Pauli-Schule entschieden hat, soll ein zweiter Schritt
folgen: Der Beschluss, welche der drei Soester Hauptschulen
endgültig ihre Türen schließen muss.
"An diesem Ziel halten wir fest",
betonte Beigeordneter Rolf Sander. Im April oder Mai 2007,
so Sander weiter, sei mit der Entscheidung aus Düsseldorf zu
rechnen.
Alle Fraktionen lobten gestern
dieses schrittweise Vorgehen. "Der gordische Knoten ist
aufgelöst", erklärte Ausschussvorsitzender Dr. Hermann
Buschmeyer (Grüne). Die Stadt wollte vor wenigen Monaten
nämlich noch die zu schließende Hauptschule festlegen, bevor
die Zukunft der Pauli-Schule als Ganztagsschule geklärt ist.
Nach dem gestrigen Beschluss heißt
es auch für die Thomä-Hauptschule: abwarten. Sie war bisher
der "Favorit" für eine Schulschließung. Benno Wollny (SPD)
setzte sich gestern vehement dafür ein, die Thomä-Schule zu
erhalten und ihre Erfahrung mit einem teilweisen
Ganztagsbetrieb nicht "in alle Winde zu zerstreuen". Rolf
Sander wies jedoch darauf hin, dass die Thomä-Schule bisher
nichts unternommen habe, um eine "echte" Ganztagsschule zu
werden. Sander: "Und wir diskutieren hier über das, was auf
dem Tisch liegt."