LOGO der erweiterten PAULI-Ganztagshauptschule Soest

     

SCHULPROGRAMM DER PAULISCHULE

 

Anmerkung:

Zur Erleichterung des Lesens (Übersichtlichkeit) wurde für die Begriffe „Lehrer/in“, „Schüler/in“ und ähnliches jeweils die männliche Form gewählt. Wir bitten dafür um Verständnis.

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Präambel

Wie in der Bildungs- und Erziehungsarbeit aller Gemeinschaftshauptschulen des Landes Nordrhein-Westfalen werden auch in der PAULISCHULE die Schüler im Geiste der christlichen Bildungs- und Kulturwerte erzogen.

Allem voran stehen als Ziele der Erziehung die Gleichheit vor dem Gesetz (Grundgesetz, Art. 3) und „Ehrfurcht vor Gott, Achtung vor der Würde des Menschen und die Bereitschaft zum sozialen Handeln“ (Landesverfassung, Art. 7). Jeder Schüler hat Anspruch auf eine derartige Erziehung und Bildung.

Die Schüler wachsen heute in einer Welt auf, die gegenüber früheren Zeiten geprägt ist von zunehmend beschleunigten Veränderungen. Der Mensch sieht sich neuen Bedrohungen und Herausforderungen gegenüber, die er selbst geschaffen hat. Nicht nur die Welt der Technik erlebte in den vergangenen Jahrzehnten atemberaubende Neuerungen. Werte und Normen haben sich gleichermaßen stark verändert. Die PAULISCHULE wird heute auch von vielen Schülern besucht, die nicht christlichen Religionen angehören oder ohne Bekenntnis sind.

Trotz allen Wandels sind die Erziehungsziele und Werte, die die Landesverfassung ausweist, weiterhin die Grundlage des gesamten Schullebens.

Das bedeutet insbesondere: 

-     Achtung vor dem Menschen – unabhängig von Herkunft, Rasse, Kultur und Religion. 

-     Erziehung zu Toleranz, Anteilnahme, Hilfsbereitschaft, Rücksichtnahme und Achtung allem Lebendigen gegenüber. 

-     Entwicklung zur Bereitschaft, Kompromisse herbeizuführen und Konflikte gewaltfrei zu lösen.

  „Türen öffnen“

 

 

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Die PAULISCHULE stellt sich vor

Allgemeine Informationen

Die PAULISCHULE als Gemeinschaftshauptschule der Stadt Soest entwickelte sich aus der evangelischen Volksschule, die am 16. April 1953 gegründet wurde. Die Errichtung einer weiteren Volksschule in Soest war notwendig geworden, da zahlreiche Vertriebene und Flüchtlinge des 2. Weltkrieges zugezogen waren. Sie kamen aus den ehemaligen deutschen Ostgebieten, vorwiegend aus Schlesien.

Am 2. Juni 1953 begann an dieser neuen Schule im Soester Süden der Unterricht mit 500 Schülern. Zwölf Lehrer unterrichteten sie in zwölf Klassen.

1960 erhielt die Schule eine Zweifeld-Turnhalle, die „Georg-Dülberg-Halle“. Damals nutzte man sie auch als Festsaal. Schon bald (1967) wurde die Errichtung eines Erweiterungsbaues mit drei Klassen- und zwei Fachräumen notwendig.

Durch die Neugliederung des Schulwesens in NRW entwickelten sich aus den ehemaligen Volksschulen 1968 die Grund- und Hauptschulen. Somit entstand aus der evangelischen Volksschule die heutige Gemeinschaftshauptschule. Ihren Namen behielt sie nach der evangelischen PAULI-Kirche bei.

In den neunziger Jahren wurden zahlreiche Aussiedlerkinder aufgenommen. Dieses erforderte, einen weiteren Gebäudeteil zu errichten. Seine Fertigstellung erfolgte bis 1995. Heute sind hier vier Klassen- und zwei Fachräume untergebracht.

2003 feierte die Schule das 50-jährige Schuljubiläum.

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Im Schuljahr 2005/2006 stellt sich unsere Schule wie folgt dar:

 Schulform:            Hauptschule (Gemeinschaftshauptschule)

 Schulträger:         Stadt Soest

 Schülerzahl:         ca. 300

 Klassen:                14

 

 Schulpersonal:    24 Lehrerinnen und Lehrer einschließlich des

                            Schulleiters und seiner Stellvertreterin

                            2 Lehramtsanwärter (Referendare)

                            1 Schulsozialarbeiter

                            1 Schulsekretärin

                            1 Hausmeister

                            1 Fachlehrerin für die Nachmittagsbetreuung

                            1 Sonderschullehrerin für den Gemeinsamen Unterricht

 

Raumangebot:     15 Klassenräume

                              1 Sekretariat

                              1 Büro/Schulleiter

                              1 Büro/stellvertretende Schulleiterin

                              1 Lehrerzimmer

                              1 Lehrerbücherei

                              2 Medienräume

                              1 SV-Raum

                              1 Besprechungsraum

                             

Fachräume:            2 Werkräume

                              1 Küche

                              1 Speiseraum

                              1 Physikraum

                              1 Chemieraum

                             2 Computerräume

                              1 Textilraum

                              1 Musikraum

                              1 Leseraum   

                      

Sporthalle:        Georg-Dülberg-Halle, Zweifeldhalle

                        

Schulhof:              Geteert mit Spielmöglichkeiten für:

- Volleyball

- Basketball

- Tischtennis

Große Rasenfläche mit transportablen Fußballtoren

Sitzecken/Ruhezonen/Pausenhalle

  

Die PAULISCHULE zählt zu den weiterführenden Schulen für die Sekundarstufe I, das heißt, sie umfasst die Klassen 5 bis 10, einschließlich der beiden Förderklassen.

Der Unterrichtsstoff in den Jahrgangsstufen 5 und 6 (Erprobungsstufe) schließt sich unmittelbar an die fachliche und  erzieherische Arbeit der Grundschulen im Einzugsbereich an. Um den „Einstieg“ in die neue Schulform (Hauptschule) zu erleichtern, werden die Klassen der Erprobungsstufe von kleinen Lehrerteams betreut, wobei die Klassenlehrer über die Hälfte des Unterrichts in ihren Klassen erteilen. Das Sprachförderprogramm bietet den Schülern weitere Hilfen an.

Ab dem 7. Schuljahr wird der Unterricht in den Fächern Englisch und Mathematik differenziert in Grund- (G) und Erweiterungskursen (E) erteilt. Außerdem kommen ab dieser Jahrgangsstufe neue Fächer hinzu, wie Technik, Hauswirtschaft, Wirtschaftslehre und Informatik. Der nun ebenfalls angebotene Wahlpflichtunterricht berücksichtigt in der Themenvielfalt die Interessen und Neigungen der Schüler. Auch werden zahlreiche berufsorientierende Maßnahmen (BOM) in Verbindung mit außerschulischen Institutionen durchgeführt.
Die zentralen Lernstandserhebungen (zz. im 9. Schuljahr) in den Fächern Deutsch, Englisch und Mathematik geben Auskunft über den derzeitigen Leistungsstand der Schüler.

Schwerpunkte der Schulausbildung sind die Berufsvorbereitung und die drei- bzw. zweiwöchigen Schülerbetriebspraktika in den Schuljahren 9 und 10. Betriebsbesichtigungen, Bewerbungsseminare und Berufsinformationen des Arbeitsamtes vermitteln weitere Einblicke in die Berufs- und Arbeitswelt.

Ab dem Schuljahr 2006/2007 sind am Ende der Jahrgangsstufe 10 zentrale Leistungsüberprüfungen geplant.

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Abschlüsse der Hauptschule - keine Einbahnstraße -

Hauptschulabschluss nach Klasse 9

Die Zensuren entscheiden über den Besuch der Klasse 10 Typ A oder B.

 

Klasse 10 Typ A: Sekundarabschluss I

Hauptschulabschluss nach Klasse 10

 

Klasse 10 Typ B: Sekundarabschluss I

Fachoberschulreife (früher: Mittlere Reife)

 

Klasse 10 Typ B: Sekundarabschluss I mit Qualifikation

Berechtigung zum Besuch der gymnasialen Oberstufe

   

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Die Fördergemeinschaft der PAULISCHULE

Am 22.10.1979 wurde die Fördergemeinschaft der PAULI-Hauptschule gegründet. Ziel dieser Gemeinschaft ist die finanzielle Förderung von

    -     Gemeinschaftsveranstaltungen, z.B. Dichterlesungen, Theaterbesuche,

    -     Zuschüsse zu Klassenfahrten und Wanderungen, um allen Kindern die Teilnahme
           zu ermöglichen,

    -     Anschaffungen von Pausen-Spielen, Büchern und sonstigen Einrichtungs-

gegenständen, die nicht durch den Schulträger getätigt werden können,

    -     Unterstützung von Projekttagen,

    -     Unterstützung des Medienkonzeptes, z.B. Internetzugang für jede Klasse.

Die Fördergemeinschaft finanziert sich durch Spenden der Eltern, der Schüler, des Kollegiums, Firmen und anderer der PAULISCHULE verbundenen Sponsoren.

Die Schulpflegschaft wählt den Vorstand der Fördergemeinschaft.

Fördergemeinschaft, Schule und Elternschaft arbeiten bisher sehr erfolgreich und harmonisch zusammen.

Für das aktuelle Schuljahr 2005/2006 ist die Umwandlung der Fördergemeinschaft in einen Förderverein vorgesehen.

 

 

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Leitgedanken der pädagogischen Arbeit

Soziales Lernen und Integration sind Schwerpunkte der schulischen Arbeit

Soziales Lernen vollzieht sich erfolgreich bei der Bildung einer harmonischen Klassengemeinschaft. Dieser Prozess ist gelungen, wenn die Schüler sich mit Respekt und Toleranz begegnen – ungeachtet anderer Religionen, Kulturen, Sprachen, Meinungen und verschiedenen Lernverhaltens. Dabei wird von allen, die daran beteiligt sind, ein höflicher und freundlicher Umgangston eingeübt und gepflegt.

Im Unterricht dienen Partner- und Gruppenarbeit dazu, soziale Umgangsformen einzuüben. Die Schüler sollen lernen, Kritik als Hilfestellung anzunehmen, und zu positivem Sozialverhalten ermutigt werden. Außerunterrichtliche Veranstaltungen stärken zusätzlich die Klassengemeinschaft.

In den Pausen stehen ausgebildete Schüler unter Anleitung als Streitschlichter bereit, um Konflikte möglichst selbständig zu lösen.

Wichtigste Voraussetzung für die Integration von Kindern anderer Kulturen ist es, die deutsche Sprache zu erlernen. An unserer Schule werden diese Schüler deshalb in  besonderen Förderklassen unterrichtet. Der Gebrauch der deutschen Sprache bildet die Grundlage für eine erfolgreiche Schularbeit und Eingliederung in unsere Gesellschaft.

Die Lehrer unserer Schule verstehen sich als verlässliche Partner und Vorbilder, vor allem dann, wenn sie Klassenlehrer sind. Diese begleiten ihre Schüler von der 5. bis zur 10. Klasse. Dadurch ist eine vertrauensvolle Zusammenarbeit möglich. Der Lehrer ist die Schlüsselfigur des Unterrichts, indem er ihn leitet. Dennoch berücksichtigt er konstruktive Kritik, die Schüler hinsichtlich Methoden, Zielen und Inhalten äußern.

Wichtige Bestandteile der pädagogischen Arbeit sind außerdem regelmäßige Gruppen- und Einzelgespräche. Hierdurch können einzelne Schüler individuell betreut werden.

Lehrpersonen und Schülerschaft haben ein beiderseitig offenes Verhältnis zueinander.

Schüler und Lehrer begegnen einander mit gegenseitigem Respekt. Im Umgang miteinander bleibt die Privatsphäre beider Seiten gewahrt. Die Schüler können sicher sein, dass vertrauliche Informationen angemessen behandelt und Leistungskriterien offen gelegt werden.

 

 

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Erziehungsarbeit an der PAULISCHULE

Erziehung ist neben der Vermittlung von Wissen der zentrale Bestandteil des Schullebens. Sie findet in jeder Begegnung von Lehrern und Schülern statt.

Die Lehrer reagieren besonders auf verbale und/oder körperliche Gewalt, Rücksichtslosigkeit, Ausgrenzung, Intoleranz, missbräuchlichen Umgang mit fremdem und eigenem Eigentum, Vertrauensmissbrauch und Unwahrheit.

Pädagogische Entscheidungen haben Vorrang vor organisatorischen. Auch bei der Gestaltung der Stundentafel liegt dieses Prinzip zugrunde.

Verantwortliches Handeln für sich und andere, Teamfähigkeit, Konfliktfähigkeit, Achtung vor dem anderen und Akzeptanz des Andersseins bilden das Erziehungsfundament an der PAULISCHULE.

Die Lehrer sind sich bewusst, dafür Vorbilder sein zu müssen. 

-     Das Einüben von Strategien zur Konfliktlösung, -bewältigung, -abwendung findet im Rahmen des Klassenlehrerunterrichts ebenso statt wie in dem Einsatz des Streitschlichtungsprogramms.

-     In Partner-, Gruppenarbeit und projektorientiertem Unterricht entwickelt sich Gemeinschaftsgeist und Verantwortungsbewusstsein.

-     Durch Einforderung von Konsequenzen bei Fehlverhalten werden Konflikte aufgearbeitet, und das Rechtsbewusstsein wird gefördert.

*     Die Lehrer suchen zuerst das Gespräch mit dem Schüler gegebenenfalls mit dem Klassenlehrer oder auch den Mitschülern, mit den Erziehungsberechtigten, mit der Schulleitung.

*   Diese Gespräche stehen in unmittelbarem Zusammenhang mit den Vorkommnissen.

*   Klassenbucheinträge ziehen je nach der Schwere des Anlasses ein pädagogisches Gespräch, eine Benachrichtigung der Eltern oder eine Konferenz nach sich.

*    Das Prinzip der Wiedergutmachung findet Anwendung bei Übergriffen jeder Art. Das kann von der mündlichen oder schriftlichen Entschuldigung/Erklärung bis zum finanziellen/materiellen Ausgleich reichen.

In der Erprobungsstufe und soweit möglich auch weiterhin werden die Schüler eines Jahrgangs von einem festen (begleitenden) Team unterrichtet. Das garantiert eine gemeinsame Erziehungsarbeit, Kontinuität und Sicherheit (Stabilität) für alle. Für die Lehrer ist es die Grundlage einer effektiven erzieherischen Tätigkeit. Eine feste zusätzliche Stunde ist in der Stundentafel für soziales Lernen eingeplant. Zur Steigerung der Lesekompetenz ist eine weitere Unterrichtsstunde als "Lesestunde" fest im Stundenplan verankert.

Um erfolgreich pädagogisch arbeiten zu können, wird auf die Klassenstärke und Schülerzusammensetzung (Zuweisung in eine Klasse) geachtet. Besondere Bedeutung erhält die Aufnahme von Schülern in die Jahrgangsstufe 5. Um den Übergang in die Sekundarstufe I individuell auszurichten, wird ein vorbereitender Kontakt zu den abgebenden Grundschulen gesucht.

Innerhalb der Klassengemeinschaft wird ein Klima des Vertrauens unterstützt, das sich auf das Verhältnis der Klassenlehrer zu den Schülern und das der Schüler untereinander bezieht.  

-     Durch die Übernahme von Verantwortung für den Raum und seine Ausstattung (u.a. Klassendienst), aber auch durch gemeinsames Gestalten des Schulalltags wird Gemeinschaftsgeist geschaffen.

-     Die gegenseitige Achtung wird durch die Würdigung der Arbeiten von Schülern gefördert.

-     Das Erlernen von „Arbeitsruhe“ in bestimmten Unterrichtsphasen ist ein wichtiger Bestandteil der Erziehung zur Rücksichtnahme und Konzentration. Hier kann es erforderlich sein, Schüler vorübergehend von der Gruppenarbeit auszuschließen oder die Sitzordnung zu ändern.

Durch die Erziehungsarbeit der PAULISCHULE lernen und üben die Schüler zwischenmenschliche Umgangsformen. 

-     Schüler werden auf ihren Umgangston in Bezug auf Lehrer und Mitschüler hingewiesen und gegebenenfalls belehrt.

   -     Sie lernen eine passende Ansprache bei Begrüßung, Entschuldigung, Bitte etc.

   -     Das Einüben von Ritualen hilft den Schülern, den Schulalltag zu „meistern“ und Sicherheit im eigenen Verhalten und im Umgang mit Mitmenschen zu gewinnen.

  

Das Arbeitsverhalten der Schüler wird durch klare erzieherische Maßnahmen gefördert. 

-     Das notwendige Material für den Unterricht stellt eine Voraussetzung für die ausreichende Mitarbeit der Schüler dar. Die Lehrer fordern die Anschaffung der Materialien ein und berufen sich auf die Verantwortung der Eltern.

-     Die Lehrer legen Wert darauf, dass erklärte Arbeitsanweisungen von allen Schülern einer Lerngruppe befolgt werden.

-     Zu den Arbeitsregeln zählt auch die häusliche Vorbereitung auf den Unterricht, die bei mehrfachem Versäumnis durch Nacharbeiten ausgeglichen werden kann. Eine Benachrichtigung der Eltern unterstützt diese Maßnahme.

-     Zielgerichtetes, effektives Arbeiten setzt das Erlernen von Ordnungsprinzipien voraus, die sich auf die Erstellung schriftlicher und mündlicher Leistungen beziehen.

 

Lehrer der PAULISCHULE sehen es als eine wichtige Grundlage ihrer pädagogischen Arbeit an, Schüler zu Leistungen zu motivieren. 

   -     Individuelle Fortschritte und Erfolge werden anerkannt.

   -     Die Einsatzbereitschaft der Schüler in allen schulischen Bereichen wird unterstützt und gelobt.

   -     Positive Fähigkeiten und Interessen finden Beachtung und Verstärkung.

   -     Durch besondere Fördermaßnahmen wird versucht, Lern- und Verhaltensschwierigkeiten zu begegnen und aufzuarbeiten.

   -     Fester Bestandteil der Zeugnisse sind die Aussagen zum Arbeits- und Sozialverhalten und zum außerunterrichtlichen Engagement in der Schule.

 

 

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Unterricht an der PAULISCHULE

Die in den Richtlinien und Lehrplänen für die Hauptschule in NRW genannten Prinzipien des Lehrens und Lernens sind für den Unterricht maßgebend. Am Gelingen von Unterricht sind Lehrer und Schüler gleichermaßen beteiligt.

Die Schüler der PAULISCHULE werden in den jeweiligen Jahrgängen durchgängig von möglichst kleinen Pädagogen-Teams unterrichtet. Das Klassenlehrerprinzip ist dabei gültig.

Das Sprachförderprojekt in Klasse 5/6 erlaubt zusätzlich nötige Differenzierungs- und Fördermaßnahmen.

Eine gemeinsame Konzeption des Unterrichts (Inhalte und Methoden) trägt die Teamarbeit. Soweit möglich bereiten die Teams die Themen fächerübergreifend auf.

Jahrgangsstufenbezogene Absprachen gewährleisten paralleles Arbeiten. Diese Vereinbarungen beziehen sich verstärkt auf Unterrichtsinhalte, -methoden und Leistungsbeurteilungen. Lehrer sollen nach Möglichkeit nicht mit einzelnen Unterrichtsstunden in der 5./6. Stunde eingesetzt werden. Angestrebt wird praktischer Unterricht beim Klassen- oder Teamlehrer.

Die Klassenlehrer sind mit vielen Stunden in der eigenen Klasse eingesetzt.

Spezielle Klassenbelange und -probleme werden in einer Wochenstunde bei den Klassenlehrern erörtert. Durch die geringe Anzahl der Bezugspersonen erhalten die Schüler größere Sicherheit in einer positiven Lernatmosphäre.

Vor allem im projektorientierten Unterricht wie auch im AG- oder WP-Bereich werden Schüler-Vorschläge und besondere Interessenslagen mit einbezogen. Anregungen aus der Schülervertretung werden berücksichtigt.

Die Erstellung von Stoffverteilungsplänen und deren Präsentation erfolgen in den jeweiligen Jahrgangsteams. Die Beschlüsse der Fachkonferenzen werden dabei beachtet.

Kleingruppen werden gebildet, wenn es die organisatorischen und personellen Vorgaben erlauben. Der einzelne Schüler kann so stärker gefördert, angesprochen und/oder unterstützt werden. Eine Doppelbelegung in einzelnen Stunden in der Orientierungsstufe (in Deutsch, Englisch und Mathematik) erlaubt schon vorhandene oder neue Defizite aufzuarbeiten.
Schüler im Gemeinsamen Unterricht werden zusätzlich durch eine sonderpädagogische Lehrkraft unterstützt.

An der PAULISCHULE findet insbesondere das Unterrichtsprinzip der Handlungsorientierung Berücksichtigung mit dem Ziel, eigenverantwortliches Handeln zu lernen.

Ein sozial verantwortungsbewusster Klassenverband verringert Lernhemmnisse. Deshalb werden an der PAULISCHULE Maßnahmen durchgeführt, die den Teamgeist in den Lerngruppen stärken (Aufarbeitung von Konflikten, Aufstellung von Klassenregeln, Anregungen aus dem LIONS-Quest-Programm).

Methoden, die angstfreies Lernen unterstützen und das Vertrauen in das eigene Können fördern, tragen zur Leistungsmotivation bei (u.a. differenzierte Aufgabenstellung, Partner-/Gruppenarbeit, offene Unterrichtsformen).

Während eines festgelegten Zeitraums im Schuljahr werden in der PAULISCHULE wichtige, die Gemeinschaft oder die Gesellschaft betreffende Themen verstärkt im Unterricht behandelt. Hierdurch soll das Problembewusstsein und die Verantwortungsbereitschaft der Schüler geweckt werden. So unterstützt die Schülerschaft schon seit Jahren durch Aktivitäten in der Adventszeit Projekte der Soester Jürgen-Wahn-Stiftung.

Individuelle Lernstörungen werden aufgegriffen und thematisiert: Das Lehrer-Team stellt unter Einbeziehung der Erziehungsberechtigten in Verbindung mit der Schulleitung und gegebenenfalls mit dem Schulsozialarbeiter Lösungswege zusammen und versucht, die Störung zu beheben.

Die Einbeziehung der Eltern in das Schulleben wird angestrebt durch Aktivitäten innerhalb eines Klassenverbandes, der Jahrgangsstufe und der Schulgemeinschaft.

Die Lehrer tragen durch fachlichen Austausch und die Bereitschaft zu Fortbildungsmaßnahmen dazu bei, die Unterrichtssituation an der PAULISCHULE positiv zu gestalten.

Außerunterrichtliche Maßnahmen (u.a. Silentien/Integrationshilfen) und die Zusammenarbeit mit anderen Institutionen ergänzen die schulische Unterrichtsarbeit. Außerschulische Partner unterstützen die Präventivmaßnahmen der Schule, wie z. B. im Rahmen der Verkehrserziehung die Kreispolizeibehörde oder hinsichtlich der Aids-Prävention das Kreisgesundheitsamt.

 

 

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Schwerpunkte der pädagogischen Arbeit 

Förderklasse und Förderkurse

Für ausgesiedelte und ausländische Schüler sind an der PAULISCHULE zwei Förderklassen eingerichtet. In diesen Klassen werden Jungen und Mädchen aus Aussiedler- und Asylantenfamilien aufgenommen, die über geringe bzw. keine Deutschkenntnisse verfügen. Der Anteil dieser beiden Gruppen variiert ständig. Die Aussiedlerkinder kommen aus Russland, Kasachstan und Polen. Die Herkunftsländer der Asylantenkinder sind die Türkei, der Iran, der Irak, Pakistan, Kenia und andere Staaten.

Die Schüler der Förderklasse sind zwischen 10 und 16 Jahre alt. Dieser Altersunterschied, die unterschiedlichen Vorkenntnisse in der deutschen Sprache und darüber hinaus noch das verschieden hohe Bildungsniveau machen es notwendig, die Klassenstärke auf maximal 15 Schüler zu begrenzen. In dieser überschaubaren Gruppe wird versucht, die Schüler in die für sie neue Umgebung zu integrieren oder zumindest diesen Prozess zu erleichtern. Die Förderklasse I besuchen Schüler, die keine oder nur geringe Deutschkenntnisse besitzen.

Das Ziel des Unterrichts in der Förderklasse ist der Erwerb der deutschen Sprache. Sie ist eine unabdingbare Grundvoraussetzung für die optimale Integration in unsere Gesellschaft. Daher werden die Schüler mit 14 Wochenstunden im Fach Deutsch unterrichtet. Durch die unterschiedlichen Voraussetzungen auf allen Ebenen, erschwert durch den stetigen Zugang und Weggang der Schüler - auch während des laufenden Schuljahres - ist eine innere Differenzierung besonders im Deutschunterricht notwendig. Das erfordert auch hohe Flexibilität in der Reaktion auf die sich ständig verändernde Zusammensetzung der Gruppe. Den Deutschunterricht erteilt die Klassenlehrerin. Sie hat sich durch verschiedene Fortbildungsmaßnahmen auf diese Aufgabe vorbereitet. Im Laufe der Berufsjahre hat sie im Bereich "Deutsch als Zielsprache" Erfahrungen gesammelt. Die Vermittlung der deutschen Sprache erfolgt an praxisorientierten Themen. Dadurch wird den Schülern das alltägliche Leben in Deutschland erleichtert.

Zum Fächerkanon der Förderklasse gehören außerdem: Mathematik, Physik, Biologie, Erdkunde, Kunst und Sport. Auch der Fachunterricht in Differenzierungsgruppen ist gleichzeitig Sprachunterricht. Zusätzlich unterstützt der außerschulische Förderunterricht den Erwerb der deutschen Sprache. Diese Kurse finden in zwei Gruppen jeweils mit zwei Unterrichtsstunden nachmittags statt.

Die besondere pädagogische Aufgabenstellung der Förderklasse macht es notwendig, mit den Eltern in jedem Lernstadium ihrer Kinder Kontakt zu halten. Dieses Angebot wird von den Eltern gern wahrgenommen, und sie zeigen Interesse am Lernfortschritt ihrer Kinder und an der schulischen Arbeit.

In der Regel sind die Deutschkenntnisse der Schüler nach einem bis zwei Jahren Aufenthalt in den Förderklassen so weit fortgeschritten, dass sie am Unterricht einer ihrem Alter und Bildungsniveau entsprechenden Regelklasse teilnehmen können.

An der PAULISCHULE erhalten die Schüler nach dem Übergang in die Regelklasse bei Bedarf weiterhin Förderunterricht im Fach Deutsch. 

 

 

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Sprachförderkonzept für die Orientierungsstufe

Schüler, die an der Sprachförderung teilnehmen, haben 34 Wochenstunden. Im Jahrgang 5 ergeben sich dadurch fünf und im Jahrgang 6 vier Stunden zusätzlicher  Unterricht. Da die Stundentafel der Jahrgangsstufe 5 insgesamt 29 Stunden umfasst, ist eine zusätzliche Förderunterrichtsstunde während der allgemeinen Unterrichtszeit eingerichtet. In ihr können Unterrichtsinhalte vor- oder nachbereitend behandelt werden. In dieser Zeit erledigen die Schüler unter Aufsicht ihre Hausaufgaben, erfahren Hilfestellungen in anderen Fächern und haben Gelegenheit mit Partnern z.B. Vokabeln zu lernen oder das Lesen zu üben.

Vier Wochenstunden werden an zwei Tagen in der Woche jeweils in der 7. und 8. Stunde erteilt. Nach einem gemeinsamen Mittagessen werden die Hausaufgaben betreut. Die Unterstützung ist individuell abgestimmt.

Der Förderunterricht im sprachlichen Bereich wird jeweils zu Beginn des Schuljahres gemeinsam mit den Erziehungsberechtigten vertraglich festgehalten.
In diesem Vertrag erklärt die Schule die Ziele des zusätzlichen Unterrichts:

   -     Schließen der Lernlücken im sprachlichen Bereich

   -     Behebung der Lernschwierigkeiten

   -     Erzielen eines Lernzuwachses im Gebrauch der deutschen Sprache

   -     Unterstützung des Lernens in anderen Fächern, 

um so eine sichere Grundlage für jedes weitere Lernen zu schaffen.

Gleichzeitig verpflichten sich die Erziehungsberechtigten, die Schule in Belangen des Förderunterrichts zu unterstützen. Insbesondere sorgen sie dafür, dass ihr Kind  pünktlich und zuverlässig die Fördermaßnahme besucht, das notwendige Material mit in die Schule bringt, regelmäßig und vollständig Hausaufgaben erledigt, sich an  schulische Regeln und Verabredungen hält. Des Weiteren verpflichten sie sich, an den Sitzungen der Klassenpflegschaft teilzunehmen und sich mindestens zweimal im Jahr im Rahmen der Elternsprechtage über die Lernentwicklung ihres Kindes zu informieren.

Die Zusammensetzung der Fördergruppe erfolgt nach mehreren unterschiedlichen Beobachtungsverfahren.

Gemeinsam mit Klassen-, Fach- und Förderlehrern wird festgelegt, welche Schüler an dem zusätzlichen Sprachförderunterricht teilnehmen. Hier kann bei Feststellung inhaltlicher Problemstellung flexibel reagiert werden. Bei Bedarf können einzelne Schüler für eine Unterrichtssequenz individuellen Förderunterricht erhalten.

Die Unterrichtsinhalte des Sprachförderunterrichts und der jeweilige Zeitrahmen werden zuvor mit dem entsprechenden Fachlehrer abgesprochen.

 

 

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Leseraum der PAULISCHULE

Die Förderung der Lesekompetenz gehört, insbesondere nach den schlechten Ergebnissen der PISA-Studie und der Lernstandserhebungen, zu den wichtigsten Lernzielen der PAULISCHULE. Bei der Leseförderung geht es den Lehrern zunächst einmal darum, den Heranwachsenden, die häufig aus buch- beziehungsweise lesefernen Familien stammen, das Lesen attraktiv zu machen. Das Ziel der schulischen Arbeit besteht also unter anderem darin, das Leseinteresse und die Lesemotivation der Schüler anzuregen und zu fördern. Denn: wer nicht motiviert ist, setzt sich nicht gerne der Anstrengung des Lesens aus und versäumt somit auch die Schulung seiner Lesekompetenz. Folglich gelten die Lust am Lesen und das Interesse an Literatur als unabdingbare Voraussetzungen für die (Weiter-) Entwicklung der Lesefähigkeit.

Um die Schüler für das Lesen zu begeistern, braucht man in erster Linie eine anregende Leseumwelt. Der Klassenraum, der an das klassische schulische Lernen mit seinen Leistungsanforderungen und -bewertungen erinnert, ist nicht der richtige Ort dafür. Zudem ist es nur schwer möglich, selbstvergessen in die Welt des Buches einzutauchen, wenn man in aufrechter Haltung auf einem ungemütlichen Stuhl vorm Schreibtisch sitzt. Aus diesem Grund entsteht in der PAULISCHULE ein gemütlicher und kindgerechter Leseraum, in dem sich die  Schüler wohl fühlen und ein positives Verhältnis zum Medium Buch entwickeln können. Die Heranwachsenden sollen so die Lust am Lesen entdecken, dementsprechend häufig lesen und so wiederum ihre Lesekompetenz schulen.

Die Nutzung des Raumes, der neben einer Vielzahl an Kinder- und Jugendbüchern auch über einen Internetanschluss verfügt, kann sowohl im Rahmen der Lese- (Jg. 5 und 6) als auch der Deutschstunden erfolgen. Durch die Hilfe engagierter Eltern ist es weiterhin möglich, den Leseraum auch in den Pausen und Freistunden zu nutzen. Denkbar ist in diesem Zusammenhang auch die Nutzung des Raumes für Vorlesewettbewerbe, Lesenächte, Autorenlesungen und vieles andere mehr.

   

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Berufsorientierende Maßnahmen (BOM)

Berufsorientierende Maßnahmen (BOM) begleiten die Schullaufbahn der Schüler an der PAULISCHULE. Die Schule leistet damit einen Beitrag zur Lebens- und Berufsplanung der Schüler und möchte bei ihnen Verantwortungsbereitschaft für sich und andere wecken. Die Maßnahmen bieten Orientierungshilfen auf dem Weg in die Arbeitswelt und unterstützen zukunftsgerichtetes selbständiges Handeln. Sie beginnen gezielt in Klasse 8 mit zwei Projekttagen zur Lebens- und Berufsplanung. In Zusammenarbeit mit Einrichtungen der Jugendhilfe (Treffpunkt Süd, AWO-Bewohnerzentrum, Drehscheibe) findet diese Projektarbeit in geschlechtsspezifischen Gruppen statt (siehe Themenordner zur Berufsvorbereitung). Folgende Maßnahmen gehören in den Jahrgängen 8, 9 und 10 zum Berufsvorbereitungsprogramm:

 

Maßnahmen im Jahrgang 8

-     außerschulische Tage in Zusammenarbeit mit der Jugendhilfe / Start in das
BOM–Programm

   -     Informationsbesuch von der betreuenden Mitarbeiterin des Arbeitsamts

   -     BIZ–Ralley im Arbeitsamt

   -     Berufeparcours

   -     Betriebsbesichtigungen

 

Maßnahmen im Jahrgang 9

-     Vorbereitung auf das Betriebspraktikum durch die Klassenlehrer
(Berufskunde)

-     Selbstbehauptungstraining für Mädchen in Zusammenarbeit mit der Regionalstelle und Supervision

-     Deeskalationstraining

   -     Durchführung / Begleitung des Praktikums

   -     Nachbereitung durch den Klassenlehrer (u.a. Mappe) in Verbindung mit den  Fachlehrern

   -     aktuelle Berufswahltipps / Bewerbungstipps durch Vertreter der Soester Wirtschaft

   -     Bewerbungstraining für Mädchen (Regionalstelle)

   -     Bewerbungstraining ( Mitarbeiter der Volksbank, Sozialpädagogen)

 

Maßnahmen im Jahrgang 10

-     Zu Beginn des Schuljahres findet ein außerschulischer Tag zum Thema „Lebensplanung“ (Jugendhilfe) statt.

-     Vorbereitung/Durchführung/Betreuung/Auswertung des 2. Praktikums

   -     Betriebsbesichtigungstag nach Interessenslage (mindestens 5 Firmen)

   -     Kompetenzcheck im BBZ

   -     Behandlung des Themas „Weiterführende Schulen“ (Programme/Besuche)

   -     Einzelberatung durch die Mitarbeiterin des Arbeitsamts

   -     vertiefte Berufswahlorientierung im BBZ

   -     Einzelbetreuung/-beratung in Förderstunden durch die Klassenlehrer

(z.B. Bewerbungsunterlagen)

   -     Computerkurs für Mädchen (Jugendgemeinschaftswerk)

   -     Vorstellungstraining/Bewerbungstraining durch Krankenkassen

   -     aktive Unterstützung durch Vertreter der Soester Wirtschaft

Sie können durch weitere Aktionen (u.a. Betriebsbesichtigungen, Erfahrungsaustausch mit Ausbildern oder Auszubildenden) ergänzt werden. Für die Klassen 5, 6 und 7  der PAULISCHULE werden in den nächsten Jahren Unterrichtsbausteine erstellt, so dass dann ein Lehrplan BOM für alle Jahrgangsstufen besteht. 

 

 

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Medienpädagogisches Konzept der PAULISCHULE -
Förderung einer umfassenden Medienkompetenz

Bereits ab Klasse 5 gehört der Klassencomputer mit Internetanschluss zu den regelmäßig eingesetzten Medien. In Kleingruppen (halbe Klassengröße) nehmen alle Schüler spätestens in Klasse 7 an einem Computerkurs teil, in dem grundlegende Inhalte vermittelt werden wie die Arbeit mit dem aktuellen Betriebssystem und einem Textverarbeitungsprogramm. Dazu gehört auch der Erwerb eines Internetführerscheins, um den verantwortungsbewussten Umgang mit diesem Medium zu erlernen. Für die praktische Arbeit stehen in zwei Computerräumen untereinander vernetzte Rechner mit Internetzugang, Scanner, Drucker sowie unterschiedlichste Software bereit. Für den mobilen Einsatz verfügt die Schule über einen Beamer.

In den Jahrgangsstufen 8 bis 10 werden die im „Grundkurs“ der 7. Klasse gewonnenen Kenntnisse (überwiegend im Wahlpflichtunterricht) vertieft. Zusätzlich wird die Arbeit mit einem Tabellenkalkulationsprogramm (Excel) eingeführt. Daneben erlernen die Schüler das Erstellen von Präsentationen (PowerPoint) und erwerben Grundkenntnisse in digitaler Bildbearbeitung (Paint Shop Pro).

Darüber hinaus wird der Computer in den verschiedensten Fächern als Unterstützung eingesetzt. In Mathematik , im Deutschunterricht und im Fremdsprachenunterricht werden mit Hilfe der neuen Medien vielfältige Möglichkeiten zur Erarbeitung und Übung unterschiedlichster Unterrichtsgegenstände genutzt. Einen Schwerpunkt stellt hier das sichere Beherrschen der Rechtschreibung dar. In den gesellschaftswissenschaftlichen und naturwissenschaftlichen Fächern lernen die Schüler schon früh die zahlreichen Möglichkeiten des Internets kennen, besonders als Medium zur Beschaffung aktuellster Informationen. Für den Förderunterricht stehen spezielle Programme zur Verfügung.

Ebenfalls am Computer werden die Beiträge für die PAULI-Schülerzeitung "FLASH" erstellt bzw. redaktionell bearbeitet.

Im Rahmen der berufsorientierenden Maßnahmen lernen die Schüler, den Computer dafür zu nutzen, ihre eigenen Fähigkeiten (Stärken und Schwächen) zu entdecken und bestimmte Berufsfelder, Berufe und die zugehörigen Ausbildungsangebote zu erkunden.

 

 

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Fachbereich Sport

An der PAULISCHULE findet im Bereich Sport in jedem Jahr zu einem festen Zeitpunkt ein Hallenfußball–Turnier für Schulmannschaften um den Wanderpokal der Schule statt. Außerdem nimmt die Schule regelmäßig an dem Landessportfest der Schulen im Bereich Fußball teil. Bieten sich von Seiten der Schüler Voraussetzungen zur Teilnahme in anderen Disziplinen, so wird auch dies ermöglicht (Volleyball, Tischtennis, Handball, Badminton, Tennis u. a.).

In jedem Jahr werden den Schülern  nachmittags verschiedene Sportarten in Form von AGs angeboten, z.B. Volleyball, Tischtennis, Fußball, Tennis. Auf Wunsch der Schüler werden Klassenspiele zwischen den einzelnen Jahrgangsstufen in verschiedenen Sportarten um die Schulmeisterschaft bzw. Jahrgangsstufenmeisterschaft organisiert. Dies soll den Zusammenhalt sowohl in den Klassen als auch in den Jahrgangsstufen und in der gesamten Schulgemeinschaft stärken.

Ferner werden in unregelmäßigen Abständen Sporttage - schwerpunktmäßig Leichtathletik und Geschicklichkeitsspiele - durchgeführt, dazu gehören Bundesjugendspiele und der Erwerb des Sportabzeichens.

Fortgeführter Schwimmunterricht findet ab Klasse 7 demnächst im neuen Schwimmbad der Stadt Soest (Aquafun) statt.

 

 

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Schülerband der PAULISCHULE

Die Schülerband der PAULISCHULE besteht seit 1991. Erste Auftritte hatte die Band auf Schulfesten der PAULISCHULE. Der regionale Radiosender „Hellwegradio“ ermöglichte es den Schülern, sich in einer Bürgerradiosendung einem breiteren Publikum vorzustellen.

Nach und nach wurden die technischen Möglichkeiten für die Band erweitert. Eine Gesangsanlage mit einem Achtkanal-Mischpult und Mikrofone wurden angeschafft. Durch die Einrichtung eines Fachraumes für Musik wurden weitere, verbesserte Bedingungen, für die Band geschaffen. Es folgten Auftritte der Band bei Stadtteil-, Straßen- und Stadtfesten in Soest. Mittlerweile gehört der Auftritt der Schülerband zum festen Bestandteil der Schulentlassfeier der PAULISCHULE.

Die Musiker der Schülerband wechseln ständig. Spätestens nach Beendigung ihrer Schulzeit verlassen sie die Gruppe. Der „Nachwuchs“ für die Band wird in Arbeitsgemeinschaften und Wahlpflichtgruppen vorbereitet. Hier erlernen die Schüler die Grundbegriffe des Instrumentalspiels in den Bereichen Gitarre, Keyboard und Schlagzeug. Interessierte Schüler können dann ihre im Unterricht erworbenen Kenntnisse in der Band anwenden.

Das Programm der Band umfasst ein weites Spektrum. Es reicht von Blues und Spirituals über Schlager der siebziger Jahre bis hin zu aktuellen Titeln aus den Charts. Die Musikstücke werden zum größten Teil von den Schülern selbst ausgewählt.

Förderung der eigenen Kreativität und Freude am gemeinsamen Musizieren sind Schwerpunkte der Arbeit in der Schülerband. Die Schüler erfahren durch aktives Handeln „Musik machen“ als eine Möglichkeit der sinnvollen Freizeitgestaltung, die Spaß macht. Die Notwendigkeit musiktheoretischer Kenntnisse und der Umgang mit elektroakustischen  Instrumenten  werden im wahrsten Sinne „spielerisch“ erkannt und erlernt.  

 

 

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Französischunterricht

Seit vielen Jahren gehört Englisch zum Pflichtunterricht an den Hauptschulen in NRW. Andere Fremdsprachen sind im Fächerkanon nicht vorgesehen.

Die PAULISCHULE jedoch hat das Interesse einzelner Schüler am Französischunterricht aufgegriffen. Ihr Neigung begründeten sie mit: 

-     Nützlichkeitserwägungen für die weitere schulische oder berufliche Laufbahn sowie für die Freizeitgestaltung

   -     Freude am Klang der Sprache

   -     allgemeinem Interesse an dem Nachbarland Frankreich

   -     Akzeptanz des Französischen als europäische Kultursprache

Seit dem Schuljahr 1999/2000 bietet die PAULISCHULE einen Französischkurs für Anfänger an. Dieser Kurs wird für die Klassen 10 im Rahmen einer Arbeitsgemeinschaft durchgeführt und findet mit zwei Wochenstunden nachmittags statt.

Durch die zeitliche Beschränkung auf zwei Wochenstunden versteht es sich von selbst, dass den Schülern nur Grundkenntnisse vermittelt werden können. Als Ziel wird angestrebt, ihnen bis zum Ende des Schuljahres ein Instrumentarium an die Hand zu geben, mit dessen Hilfe sie sich in sehr einfachen sprachlichen Alltagssituationen orientieren können.

Im Unterricht wird als Lehrwerk „Facettes 1“ eingesetzt. Es führt geschickt auf die Erreichung dieses Zieles hin, denn es spricht besonders junge Erwachsene an. 

 

 

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Russisch-AG

Die Russisch-AG spricht in erster Linie Schüler an, die aus den Ländern der ehemaligen Sowjetunion stammen und deren Muttersprache Russisch ist. An der PAULISCHULE wurden zwei Gruppen gebildet, die nach Jahrgangsstufen aufgeteilt wurden.

Für den Unterricht benutzen wir das Lehrwerk „Okno“, zu deutsch heißt das „Fenster“. Dieses Fenster soll den Blick freigeben auf die  Sprache,  die Menschen und die Kultur  Russlands. So werden also neben sprachlichen Problemen und Übungen auch Themen behandelt, die Schule, Erdkunde, Geschichte, Literatur und anderes betreffen. Zu diesem Lehrbuch gibt es ein Übungsheft, in dem die Themen aus dem Buch geübt und wiederholt werden. Außerdem gibt es darin Wortspiele und Rätsel, damit das Erlernen dieser schwierigen Sprache auch etwas Spaß macht. Da die meisten Teilnehmer im Russisch-Kurs unterschiedlich lange in Deutschland leben, sind für manche die Aufgaben leichter, für andere etwas schwieriger. Einige Schüler wohnen schon so lange in Deutschland, dass sie die russische Schrift nicht mehr gelernt haben. Deshalb werden innerhalb der Lerngruppen wiederum verschiedene Aufgaben gestellt, damit alle die Texte lesen und auch Russisch selbst schreiben können. Manche müssen zunächst einmal anfangen wie die Erstklässler, Buchstaben zu malen. Das ist im Anfang sicherlich ziemlich mühselig, aber nach einiger Zeit bekommt man genug Übung, um einigermaßen flüssig zu lesen und zu schreiben. Weil die ausgesiedelten Schüler schon einige Jahre in Deutschland sind, haben sie meist auch wenig über die Geschichte Russlands oder über russische Schriftsteller gehört oder gelernt. Dies versuchen wir, in der Arbeitsgemeinschaft nachzuholen.

Durch den Russisch-Unterricht haben die ausgesiedelten Schüler eine gute Möglichkeit, ihre Muttersprache weiterhin nicht nur zu sprechen, sondern insbesondere auch zu lesen und zu schreiben, weil man auch eine Sprache im Laufe der Zeit vergessen kann. Zudem haben viele dieser Schüler hier in Deutschland Probleme mit der Fremdsprache Englisch. Denn sie haben, bevor sie nach Deutschland kamen, die ersten Jahre des Englisch-Unterrichts verpasst. So können sie statt dessen Russisch als Fremdsprache weiter wählen. Damit haben sie einen Vorteil, weil sie Russisch natürlich schon gut sprechen können, nur oft keine Übung mehr im Lesen und Schreiben besitzen.

Für die Schüler, die den Englisch-Unterricht schon von Beginn an mitgemacht haben, bedeutet die zusätzliche Fremdsprache eine weitere Qualifikation auf ihrem Abschlusszeugnis. Im Russisch–Kurs werden, wie in anderen Fremdsprachen auch, Klassenarbeiten oder Tests geschrieben, damit die Schüler ihre Leistung besser einschätzen können. Am Ende des Schulhalbjahres gibt es Noten, für die ein Zeugnis ausgestellt wird.  

 

 

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PAULI - Schülerzeitung

Die Schülerzeitung FLASH erscheint seit November 1993 fünfmal im Schuljahr. Die Zeitungsarbeit findet im Rahmen von Wahlpflichtunterricht und Arbeitsgemeinschaften  statt.

Sieben bis zehn Redakteure sammeln Informationen und werten sie aus, machen Umfragen (Fragebogen), gestalten Wettbewerbe, führen Interviews, fotografieren, schreiben Berichte und setzen die Seiten (Layout) am Computer. Sie sind auch für den Druck (Vervielfältigung) und den Verkauf verantwortlich. Ein Redakteur muss Zeit und Geduld für die Mitarbeit haben. Er sollte neugierig, kontaktfreudig und spontan sein und vor allem Spaß daran haben, anderen etwas mitzuteilen.

Alle PAULI-Klassen unterstützen durch eigene Beiträge die Arbeit der Redakteure.

Die Themen beziehen sich auf das Schulleben, Alltagsprobleme, Freizeitverhalten und allgemeines Zeitgeschehen. Die Zeitung wird finanziert aus den Verkaufseinnahmen, eventuell Werbung und einem jährlichen Etat. 

  FLASH

 

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Streitschlichtung (Mediation)

Schule versteht sich als ein Ort, an dem sich viele junge Menschen in einem begrenzten Zeitrahmen und auf engem Raum im Selbstfindungsprozess ständig arrangieren müssen. Dass es dort zwangsläufig zu Konflikten kommen muss, die in Auseinandersetzungen münden können, steht außer Frage. Hier setzt das Projekt "Streitschlichtung" ein. Die Schüler sollen befähigt werden, Konflikte eigenständig zu lösen. Hierbei handelt es sich um alltägliche Erscheinungsformen von Streitigkeiten wie Rangeleien, Beschimpfungen, Sachbeschädigungen und Schikanen, die oft harmlos beginnen, aber sehr schnell eine Lawine auslösen können. Einen Ausweg aus diesem Dilemma bietet die Mediation (Streitschlichtung).

Seit dem Schuljahr 1999/2000 werden an der PAULISCHULE Streitschlichter erfolgreich ausgebildet. Dieses erfolgt im WP-Unterricht der neunten Klassen. Der einjährige Kurs umfasst eine Doppelstunde pro Woche. Am Ende dieser Ausbildung sollen die Teilnehmer befähigt sein, als Zehntklässler, eine Streitschlichtung zwischen Schülern der unteren Jahrgänge in Abwesenheit eines Lehrers abzuwickeln.

Vertraulichkeit und Neutralität sind oberstes Gebot. Des Weiteren müssen Lösungsvorschläge zur Beilegung des Konfliktes von den Kontrahenten selbst gefunden werden. Der Streitschlichter leistet dabei Hilfestellung.

Weitere auf Langfristigkeit angelegte positive Auswirkungen des Streitschlichtungsprogramms ergeben sich notwendigerweise: 

-     Schüler sind Konflikten nicht mehr hilflos ausgeliefert, sondern sie lernen, mit diesen konstruktiv umzugehen.

-     Die in der Mediation praktizierte konstruktive Konfliktlösung leistet einen wertvollen Beitrag zur schulischen Gewaltprävention.

-     Streitschlichtung erhöht die Schülerverantwortlichkeit und entlastet die Lehrer.

-     Das Training fördert aktives Zuhören und Empathiefähigkeit als wichtige Voraussetzungen für das Leben in einer multikulturellen Gesellschaft.

-     Mediation hilft Jugendlichen ihre Probleme allein und ohne Hilfe der Erwachsenen zu lösen.

-     Die Betroffenen lernen, schrittweise Lösungsvorschläge zu erarbeiten, deren Realisierbarkeit zu überprüfen und sich an getroffene Vereinbarungen durch ihre Unterschrift zu halten.

-     Durch Mediation wird es für Jugendliche überflüssig, andere durch Worte und Taten beeindrucken zu müssen.

-     Das Schulklima wird durch den Abbau von Spannungen und Feindseligkeiten verbessert.

-     Schließlich erfahren die Schüler durch Mediation eine demokratische Streitkultur, in der eigene Interessen nicht auf Kosten anderer durchgesetzt werden, als eine wertvolle Voraussetzung für das Gelingen unserer Demokratie.

   

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Schulgottesdienste

Seit Bestehen der PAULISCHULE ist der Schulgottesdienst ein fester Bestandteil des Schullebens. Der Gottesdienst wird als ökumenischer Schulgottesdienst sowohl zu bestimmten Anlässen im Schulleben ( Schulentlassung, Schuljahresende) als auch zu der besonders bedeutsamen Zeit im Kirchenjahr, der Adventszeit, am letzten Schultag vor den Weihnachtsferien gefeiert.

Alle Gottesdienste werden in Absprache mit den zuständigen Pfarrern der St. Bruno- und der Johannes-Kirchengemeinde von den Religionslehrern mit den Schülern im Unterricht erarbeitet und vorbereitet. Alle Schüler, auch diejenigen nicht-christlicher Konfessionen oder ohne Bekenntnis, sind zu den Gottesdiensten eingeladen, aber nicht zur Teilnahme verpflichtet.

Den Schulgottesdienst als festen Bestandteil unserer Schulkultur zu tradieren, soll Aufgabe im Rahmen des Schulprogramms sein. 

   

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Schulsozialarbeit an der PAULISCHULE 

Schulsozialarbeit ist ein Angebot für Schüler, Eltern und Lehrer. Durch Schulsozialarbeit werden Angebote und Methoden der Jugendhilfe an und im Umfeld der Schule realisiert.

Die Kooperation zwischen der Schulleitung, den Lehrkräften, den Eltern, Hilfe anbietenden Institutionen und dem Schulsozialarbeiter ist die wichtigste Grundlage, um Lösungswege gemeinsam mit den unmittelbar Betroffenen entwickeln zu können. Auf diese Weise werden Schulleitung, Lehrkräfte und Eltern entlastet und die Schule in ihrem Erziehungsauftrag gestärkt.

Die Probleme im Bereich der Schulsozialarbeit setzen sich aus Schwierigkeiten im außerschulischen sozialen Umfeld und speziellen Schulproblemen zusammen. In diesem Zusammenhang hat die Schulsozialarbeit an der PAULISCHULE einen aufsuchenden Charakter, z. B. als Hausbesuch bei familiären Konflikten und Krisen.

Arbeitsmethoden

1. Soziale Gruppenarbeit

Gruppenarbeit zur Verbesserung persönlicher und sozialer Kompetenzen, sowie der Überwindung sozialer Benachteiligung und Beeinträchtigung. (Projekttage mit Klassen, Orientierungsstunde in Klasse 5)

2. Einzelfallhilfe und Beratungsangebot

Beratungs- und Unterstützungsangebot für Schüler, Eltern und Lehrer/innen in konkreten Bedarfssituationen. Aus krisenintervenierenden Maßnahmen entstehen formelle Beratungsprozesse.

3. Elternarbeit

Die Elternarbeit ist ein zentrales Thema der Schulsozialarbeit. Das Elternhaus ist trotz möglicher Probleme, immer noch Lebensmittelpunkt der Schüler. Wenn der Erziehungsauftrag der Schule erfolgreich sein soll, ist die Zusammenarbeit zwischen Eltern und Schule von der Seite der Schulsozialarbeit zu unterstützen. Schulsozialarbeit tritt dabei als Mittler zwischen Eltern und Schule auf oder als direkter Ansprechpartner mit eigenen Zielen und eigenem Profil.

Elternarbeit erfolgt in Form von:

  • Hausbesuchen
  • Beratungsgesprächen
  • Unterstützung von themenbezogenen Elternabenden
  • Reflektierenden Gesprächen
  • Gesprächsangeboten im Rahmen von Elternsprechtagen

4. Schulsozialarbeit im Unterricht

Im Rahmen des sozialen Lernens, der Streitschlichtung oder weiterer Themen kann Schulsozialarbeit in Form eines regulären Unterrichts, ohne ausdrückliche Verpflichtung zur Notengebung, oder als Projektarbeit an einzelnen Tagen angeboten werden. Bei Bedarf, z. B. gruppendynamischen Prozessen in der Klasse, kann sie auch in Form von Hospitationen stattfinden. Konkrete Angebote werden bedarfsorientiert, unter Berücksichtigung der jeweiligen besonderen Bedingungen, abgesprochen.

5. Zusammenarbeit mit außerschulischen Institutionen

Schulsozialarbeit unterstützt Schule bei der Öffnung ins Gemeinwesen und ermöglicht den Kooperationspartnern den Zugang zur Schule und zu Schülergruppen. Das beinhaltet z. B. die Zusammenarbeit mit sozialen Diensten, wie Jugendamt, Jugendtreffs, außerschulischen Bildungseinrichtungen, Suchtberatung, Erziehungsberatung, Polizei und Kirchen.

 

 

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Stadtteilarbeit

Im Juli 1995 konstituierte sich die Stadtteilkonferenz „Soester Süden“, um alle im Stadtteil pädagogisch tätigen Einrichtungen, Interessensgruppen, soziale Dienste, Kirchen, Verbände, politische Parteien miteinander zu vernetzen. Mittels einer verstärkten Kooperation werden somit die Belange des Stadtteils aufgegriffen. Das Plenum der Stadtteilkonferenz tagt vier- bis fünfmal im Jahr. Arbeitsgruppen treffen sich nach Absprache zu aktuellen Ereignissen und/oder Entwicklungen im Stadtteil. Angebote für Jugendliche (z.B. „Konstruktive Konfliktlösung“) und Informationsveranstaltungen für Erwachsene gehören zum festen Bestandteil der Stadtteilarbeit.

Mitglieder der Stadtteilkonferenz:
Astrid-Lindgren-Schule, Bruno-Grundschule, Clarenbach-Schule, Hansa-Realschule, Johannes-Grundschule, PAULI-Hauptschule, Pestalozzischule, Städt. Gesamtschule, Evgl. Johannes-Kirchengemeinde, Kath. St. Bruno-Kirchengemeinde, AWO-Kindergarten "Bunte Welt", Bruno-Kindergarten, Kindergarten Sonnenkamp, Evgl. Kindertagesstätte Hamburger Str., Tageseinrichtung der Mellinschen Stiftung, Evgl. Kindergarten am Gotlandweg, AWO-Bewohnerzentrum, Polizei, Diakonisches Werk Soest, Evgl. Gemeindedienst, Bewährungshilfe, SEN, Gemeinschaft der Deutschen aus Russland, TSG Soest Süd, Vertreter der politischen Parteien, interessierte Bürger, Stadt Soest: Fachbereichsleitung, Jugendhilfeplaner, Vertreter des ASD, Kinder- und Jugendzentrum Treffpunkt Süd, Vertreter des Sozialamtes, Gleichstellungsbeauftragte.

Eine Vertretung der PAULISCHULE nimmt regelmäßig an den Konferenzen teil. Die Schule arbeitet mit den Einrichtungen im Stadtteil zusammen, besonders mit den Jugendtreffpunkten, den Kirchen und dem zuständigen Polizeibeamten. Als Schule im Stadtteil beteiligt sich die PAULISCHULE an gemeinsamen Aktionen, wie z.B. dem Stadtteilfest. Diese Kontakte schaffen Gesprächsmöglichkeiten und geben Hintergrundinformationen. Auf diese Weise werden Einblicke in das Umfeld und den Alltag der Schüler ermöglicht. 

Das 50-jährige Schuljubiläum fand in Verbindung mit dem Stadtteilfest 2003 auf dem Gelände der PAULISCHULE statt.

 

 

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Teilnahme am Lions-Quest-Programm

Im Jahr 1999 wurden erste Kontakt zu einem Vertreter des Lions-Clubs geknüpft. Das Lions-Quest-Programm beinhaltet Unterrichtsmaterialien zum Thema „Erwachsen werden“ mit dem Ziel, die Persönlichkeitsentwicklung von Kindern und Jugendlichen positiv zu beeinflussen. Es dient somit auch der Suchtprävention, weil es das Selbstvertrauen, die Eigenverantwortung, die Kreativität und die Hilfsbereitschaft Jugendlicher stärken will.

In einem dreitägigen Wochenendseminar sind inzwischen mehrere Lehrer unter qualifizierter Anleitung für die Arbeit mit diesem Programm ausgebildet worden. Geplant ist diese Seminarteilnahme jährlich für weitere Mitglieder des Kollegiums, da der Einsatz der Unterrichtsmaterialien einer Vorbereitung durch dieses Seminar bedarf. Das Material ist sehr vielseitig. Zu jedem Themenkomplex werden Alternativen angeboten. Deshalb ist es möglich, dieses Programm in jeder Jahrgangsstufe und in etlichen Fächern zu nutzen.

Bisher wurden aus diesem Programm beispielsweise folgende Themen eingesetzt und von Schülern und Lehrern mit Interesse engagiert behandelt: 

   -     Religion (Klasse 5): „Sich kennen lernen, miteinander vertraut werden“

   -     Geschichte/ Politik ( Klasse 8/9): „Sich wohl fühlen in der Klassengemeinschaft: Verhaltensregeln aufstellen“

-     Wirtschaftslehre (Klasse 8) im Rahmen der berufsorientierenden Maßnahmen: „Selbstvertrauen gewinnen“

-     Praktikumsvorbereitung (Klasse 9): „Verantwortung übernehmen, Entscheidungen treffen“

-     Religion (Klasse 10) zum Thema Drogenproblematik: „Versuchungen begegnen, Entscheidungen treffen“

   -     Ethik (Klasse 10): „Werte erkennen, Vorbilder sehen, Ziele anstreben“  

 

 

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Schülervertretung                

Die Schülervertretung besteht aus den Klassensprechern und Stellvertretern aller Jahrgangsstufen. Sie vertritt im Rahmen des Bildungs- und Erziehungsauftrags der Schule die Rechte der Schüler.

Mehrmals im Jahr trifft sich die Schülervertretung (SV) und bespricht Belange der Schülerschaft, beispielsweise eine aktive Pausengestaltung oder die Gestaltung eines Filmabends in der Schule.

Die SV wählt einen Schülersprecher und drei Stellvertreter. Der Schülersprecher vertritt die Schüler der gesamten Schule und geht zum Beispiel zu außerschulischen Fortbildungen und Treffen mit Schülersprechern anderer Schulen. Des Weiteren vertritt dieser mit den Stellvertretern die Schülerschaft in der Schulkonferenz, in der ebenso viele Lehrer- und Elternvertreter anwesend sind. Dieses Schülergremium hat das gleiche Stimmrecht wie die Erwachsenen.

Einmal im Jahr wählen die Schülervertreter einen Verbindungslehrer. Dieser unterstützt die Schüler bei der Planung und Durchführung ihrer Aufgaben und steht ihnen beratend zur Seite. Darüber hinaus dient er als Vermittler zwischen Lehrern und Schülern. Außerdem werden von dem Vertrauenslehrer Fortbildungen für die Schülervertreter organisiert, beispielsweise um sich näher kennen zu lernen oder mit Konfliktsituationen besser umgehen zu können. Die Erkenntnisse aus den Fortbildungen und Sitzungen geben die Klassensprecher an ihre Klassen weiter.

   

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Sonstiges

Projekttage / Projektwochen 

An der PAULISCHULE werden in unregelmäßigen Abständen Projekttage bzw. –wochen durchgeführt. Hier bestimmen die Schüler Inhalte, Ziele und Arbeitsschritte weitgehend selbst. In der Regel wählt sich jeder Schüler eine Projektgruppe, die seinen Interessen entspricht. Hier stellt er „konkrete Produkte“ her, die auf seiner Erfahrung von Wirklichkeit basieren. Anschließend werden die Produkte der Öffentlichkeit vorgestellt.  Daneben gibt es auch die Möglichkeit, nicht "produktorientierte" Projekte durchzuführen, z.B. die fest im Schulprogramm verankerten Gesundheits- und Fitnesstage.

 

Mofakurs / Verkehrserziehung 

Der Mofakurs wird alljährlich für Schüler des 8. bzw. 9. Schuljahres entweder im Rahmen des Wahlpflichtunterrichts oder als freiwillige Arbeitsgemeinschaft angeboten. Die Jugendlichen, die kurz vor der Vollendung ihres 15. Lebensjahres stehen, haben hier die Möglichkeit, in Theorie und Praxis über die Dauer eines ganzen Schuljahres bzw. eines Schulhalbjahres die Kenntnisse und Fertigkeiten zu erwerben, die Voraussetzung für das verantwortungsbewusste Fahren eines Motorfahrzeuges im öffentlichen Straßenverkehr sind. Die fahrpraktische Ausbildung erfolgt auf dem Schulhof des Schulzentrums Soest, der hierfür ausgebaut ist. Ein geringer Unkostenbeitrag wird für den Betrieb und die Instandhaltung der Mofas erhoben. Der Mofakurs schließt mit einer praktischen und einer theoretischen Lernzielkontrolle ab. Hat der Schüler beide erfolgreich bestanden, so darf er an der Prüfung zum Erwerb der Mofa-Prüfbescheinigung teilnehmen. Hat er auch diese erfolgreich absolviert, so erhält er mit Vollendung des 15. Lebensjahres von der Schule die offizielle Fahrerlaubnis.

   -      Verkehrssicherheitstraining für Fahrradfahrer (Klasse 6)

   -      Verhaltensprävention im Straßenverkehr (Klasse 9)

 

Erste-Hilfe-Kurs

Die PAULISCHULE bemüht sich, alljährlich für die Schüler der 9. Schuljahre Erste-Hilfe-Kurse anzubieten. In einem Lehrgang erlernen die Schüler die „Sofortmaßnahmen am Unfallort“ . Ausbilder der verschiedenen karitativen Hilfsorganisationen bzw. des Sanitätsdienstes der Bundeswehr erteilen diesen Unterricht. Die Bescheinigung hierüber gilt auch, wenn später der Führerschein erworben wird. 

 

Gesundheitserziehung

Auf die Schuljahre verteilt werden Projekte zu folgenden Themen verbindlich durchgeführt:

   -     gesundes Frühstück

   -     Bewegung und Fitness

   -     gesundheitliche Vorbeugung (Impfschutzberatung, Zahnkontrolle und Sehtest)

   -     Ausbildung von Schulsanitätern

Aktive Pausengestaltung verstärkt die Gesundheitserziehung.

 

Schülerwettbewerbe

Einzelne Schüler oder auch Schülergruppen beteiligen sich an den verschiedensten Wettbewerben, die z.B. von Bund oder Land, Berufsverbänden, Banken und Sparkassen, Versicherungsgruppen, anderen Wirtschaftsunternehmen oder Sportverbänden ausgeschrieben werden. Die Themenbereiche reichen dabei von der Gesellschafts- und Wirtschaftslehre, Naturwissenschaften, neuen Medien bis hin zu Kunst und Musik, wo besonders die Kreativität der Schüler in den Vordergrund tritt. 

 

Wandertage, Klassenfahrten 

In unregelmäßigen Abständen oder zu gegebenen Anlässen unternehmen die Klassen bzw. Lerngruppen der PAULISCHULE ein- oder mehrtägige Klassenfahrten und Wanderungen. Das Ziel solcher Unternehmungen liegt zum einen in der Stärkung der Klassengemeinschaft und der Persönlichkeit einzelner Schüler, zum anderen in der Erweiterung der Erfahrungen und Kenntnisse des einzelnen. Sie erfüllen nur dann ihren Sinn, wenn möglichst die gesamte Klasse daran teilnimmt. 

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Silentien 

Als zusätzliches Förderangebot finden  nachmittags Silentien in den Hauptfächern Deutsch, Mathematik und Englisch statt.

Die Teilnahme ist den Schülern freigestellt. Sind sie allerdings angemeldet, ist es ihre Pflicht, regelmäßig zu erscheinen. 

 

Schulhomepage (www.paulischule.de)

Seit dem 50-jährigen Schuljubiläum präsentiert sich die PAULISCHULE mit einer eigenen Schulhomepage.

Hier finden sich alle weiteren Informationen über die PAULISCHULE, u.a. eine Schulchronik der mehr als fünfzigjährigen Geschichte der PAULISCHULE, ein virtueller Rundgang, die Präsentation verschiedener Schülerarbeiten, schulbezogene Presseartikel und insbesondere aktuelle Nachrichten und wichtige Termine des jeweiligen Schuljahres.

 

 

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Zukunftsperspektiven

Die Arbeit am Schulprogramm ist ein wesentlicher Bestandteil im Schulentwicklungsprozess, mit dem die Schule bewusst sowohl Tradition und Erneuerung als auch Kontinuität  und Flexibilität anstrebt.

Die Steuergruppe „Schulprogramm“ wird auch in Zukunft regelmäßig aktiv werden, indem sie Aspekte des Schullebens in Zusammenarbeit mit der Lehrerkonferenz und allen weiteren Beteiligten auf die getroffenen Abmachungen hin untersucht.

Die Teambildung in den einzelnen Jahrgangsstufen wird einen Schwerpunkt bei der Unterrichtsorganisation der PAULISCHULE bilden. Jahrgangsstufenkonferenzen werden über das Schuljahr in sinnvollen Abständen verteilt durchgeführt.

Da Berufsorientierung für die Schüler der Sekundarstufe I einen zentralen Teil der Ausbildung ausmacht, wird der Lehrplan für die Jahrgänge 5 bis 7 zu den „Berufsorientierenden Maßnahmen“ erweitert. Frühzeitig sollten in diesem Bereich grundlegende Fähigkeiten und Fertigkeiten vermittelt werden, so dass eine bewusste Lebens- und Zukunftsplanung ermöglicht wird.

In Zukunft werden besondere Tage (Feste/Feiern/Wettkämpfe/Vorstellungen/ Darbietungen) im Schulleben verankert. Näheres regelt die Lehrer- und die Schulkonferenz. Dazu zählt auch die Mitarbeit jeder Klasse an einem von Schülern und Lehrern festgelegten Leitmotiv, das einmal im Schuljahr für einen begrenzten Zeitraum den Schulalltag mitbestimmt.
Dazu zählen:

   -     Die Aktion "Schüler helfen Schülern"

   -     Gesundheits- und Fitnessprojekte

   -     Bundesjugendspiele

   -     Dichterlesungen

   -     Flohmarkt

   -     jahreszeitliche Angebote wie die morgendliche Adventsrunde für die einzelnen Klassen

Das Bild der PAULISCHULE in der Öffentlichkeit kann nur durch die tätige Unterstützung aller Beteiligten positiv dargestellt werden. Ein angemessenes Verhalten der Schüler auch außerhalb der Schule trägt dazu bei. Die Lehrer unterstützen dieses Bemühen durch ihre engagierte pädagogische Arbeit. Die Schüler müssen die Gelegenheit erhalten und diese auch wahrnehmen, die Schule als wichtigen Teil ihrer beruflichen und persönlichen Entwicklung anzunehmen. Hierbei leisten Eltern durch ihr Interesse an der Förderung ihrer Kinder wertvolle Hilfe.

Die Zusammenarbeit mit den Grundschulen - vor allem im Stadtteil Soest Süd - wird intensiviert und zum festen Bestandteil der Arbeit in der Jahrgangsstufe 5 und 6. Bei der Bildung von Eingangsklassen sollen Rücksprachen auch hinsichtlich der Methoden und Inhalte mit den abgebenden Grundschulen erfolgen.

Zu den unmittelbaren Nachbarn pflegt die Schule Kontakte, die ein verständnisvolles Verhältnis auf  beiden Seiten ermöglichen und unterstützen.

In der Presse werden Aktionen und Aktivitäten der Schule einer breiten Öffentlichkeit vorgestellt.

Im Schuljahr 2005/2006 werden in Absprache mit der Stadt Soest neue Sportmöglichkeiten (Torwand) und Sitzgelegenheiten auf dem Schulgelände der PAULISCHULE geschaffen.

In Zusammenarbeit mit der Fördergemeinschaft ist eine weitere attraktive Gestaltung des Schulhofgeländes geplant.

   
 

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